Marco und Jannis waren nun seit ein paar Wochen an ihrer bevorzugten Hochschule. Bisher war alles neu und total anders als sie es aus ihrer Schulzeit kannten. Beide mussten ihren eigenen Stundenplan erstellen und lernen, ihr Studium und ihre Freizeit selbst zu organisieren. Das war gar nicht immer so einfach. Doch es gibt eine Vielzahl an Methoden, um seinen Studienalltag zu strukturieren. Einige davon konnten die beiden in den letzten Wochen schon kennenlernen und ausprobieren. Schauen wir mal, welche das sind.

Die Schwester von Jannis hatte die zwei darauf hingewiesen, dass sie sich unbedingt vor dem Vorlesungsstart anschauen sollen, ob ihre Lehrveranstaltungen für das Wintersemester bereits im Online-Portal ihrer Hochschulen aufgelistet sind, damit sie sich ihren Stundenplan zusammenstellen und sich gleich für die jeweiligen Veranstaltungen und Prüfungen anmelden können. Die Anmeldung ist die Grundvoraussetzung, um später an den Prüfungen teilzunehmen. Marco war total dankbar, dass Jannis ihm das gleich erzählt hat. Er war davon ausgegangen, dass der Stundenplan vorgegeben ist und sie den Plan von der Hochschule bekommen. Jetzt wurde ihm klar, dass sich Studierende an vielen Hochschulen den Stundenplan eigenständig zusammenbauen müssen. Dabei ist einiges zu beachten, denn der Stundenplan ist sehr wichtig und verändert sich jedes Semester. Mit seiner Hilfe wird der eigene Studienalltag strukturiert. Vorab hatten sie bereits gesehen, dass die Studienmodule aus verschiedenen Lehrveranstaltungen bestehen. Ebenso haben sie einen Blick auf ihren Studienverlaufsplan geworfen, der zeigt, welche Lehrveranstaltungen in welchem Semester besucht werden sollten. Jannis‘ Schwester hatte ihnen gesagt, dass der eigene Stundenplan mit Hilfe des Studienverlaufsplans, des Modulkatalogs und des aktuellen Vorlesungsverzeichnisses erstellt wird. Jedes Semester muss man schauen, welche Lehrveranstaltungen für den Studienverlauf notwendig sind und ob diese auch angeboten werden. Außerdem sollte man unbedingt beachten, welche Prüfungen abgelegt werden müssen und an welchen Terminen sie stattfinden!

Jannis: Hallo Marco, guck mal, ich habe vom Freund meiner Schwester einen Musterstundenplan bekommen. Er studiert an der BTU Cottbus-Senftenberg Betriebswirtschaftslehre im Master. Meine Schwester hat mir empfohlen, zusätzlich immer gleich in meinen Stundenplan die entsprechende Vor- und Nachbereitungszeit pro Veranstaltung, zum Beispiel zum Lesen von Texten und Erledigen von Aufgaben, mit einzutragen. Auf diese Weise habe ich gleich eine festgelegte Zeit für die jeweiligen Aufgaben.

Marco: Hallo Jannis, der Stundenplan sieht ganz schön voll aus. Das ist alles ziemlich kompliziert und mein Alltag ist dann schon völlig verplant. So kann ich gar nicht mehr spontan mit Freunden etwas essen oder trinken gehen. Irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt. Meinen Stundenplan mit den Lehrveranstaltungen habe ich mir zusammengestellt, aber meinen Alltag möchte ich freier organisieren.

Jannis: Ach, so schlimm finde ich das gar nicht. Aber bestimmt kann dir die Studienberatung der Hochschule helfen, da sie auch Unterstützung zum Thema Zeitmanagement und Organisation des Unialltags anbietet. Wir können auch im Internet zum Thema Zeitmanagement im Studium recherchieren.

Marco hat im Internet auf der Seite seiner Hochschule die Sprechzeiten der Studienberatung herausgefunden. Durch Corona bieten die meisten Hochschulen Videochats an. Im Rahmen dieser Beratung konnte Marco gemeinsam mit der Beraterin eine weitere Methode erarbeiten, von der er Jannis berichtet.

Marco: Jannis, ich musste dich gleich nochmal anrufen und dir von der Beratung erzählen. Was für ein Zufall, dass die Studienberatung heute gleich eine Zoom-Sprechstunde angeboten hat! Die Beraterin war total nett und hat mir als Alternative die 1-3-5-Methode erklärt. Gemeinsam haben wir ein Beispiel erarbeitet. Hier siehst du einen Beispiel-Wochenplan mit der Vorlage von Coachingzonen Wissenschaft.

Mit dieser Methode kann ich mein jeweiliges Semester und jede einzelne Woche planen. Ich soll die zu erledigenden Aufgaben dabei immer nach Prioritäten sortieren.

Diese Variante finde ich gut, denn ich kann sie später auch für die Planung von Prüfungen und Hausarbeiten nutzen. Ich muss nur aufpassen, falls eine kleine Aufgabe eine dringende wird. Die 1-3-5-Methode probiere ich auf jeden Fall aus!

Jannis: Die Methode merke ich mir auch für meine Hausarbeiten. Jetzt haben wir gerade noch einen sehr schwierigen Semesterstart. Bei mir finden viele Lehrveranstaltungen nur online statt, sodass ich leider kaum direkt andere Studierende kennenlernen kann. Für einige Veranstaltungen waren auch Gruppenarbeiten vorgesehen, was aber gerade jetzt ziemlich schwer zu organisieren ist.

Marco: Das ist bei mir genauso. Ich habe gehört, dass einige Studierende Microsoft Teams, Evernote oder Slack nutzen. Es scheint also ein paar Apps, Tools und Plattformen zu geben, über die wir gemeinsam an Projekten oder Themen arbeiten oder uns einfach nur austauschen können.

Jannis: Ja, ich habe im Internet gesehen, einige Hochschulen bieten auch eigene Plattformen an oder haben diese auf ihren Arbeitsplattformen bzw. Homepages mit eingebettet. Der Freund meiner Schwester hat erzählt, er und seine Kommilitoninnen und Kommilitonen nutzen während Corona BigBlueButton und Jitsi. Mit ihrem BTU-Uni-Account können die Studierenden eigene virtuelle Räume erstellen, in denen sie sich zum Videochatten treffen können. Diese Möglichkeit gibt es bestimmt auch an unseren Hochschulen.

Marco: Das hört sich interessant an, aber ich bin auch sehr froh, dass bis zu den ersten Prüfungen noch etwas Zeit ist. Bis dahin können wir noch einige Methoden ausprobieren oder andere Studierende fragen, wie sie ihre Zeit organisieren und sich auf Prüfungen vorbereiten.

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