Das erste Semester haben Marco und Jannis fast geschafft. Sie konnten einige Methoden des Zeitmanagements testen und erproben. Nun stehen die ersten Prüfungen an und damit liegt wieder eine ganz neue Phase im Studium vor ihnen. Vor allem in Bezug auf die zeitliche Struktur und die Organisation des Alltags ist die Prüfungsphase oft eine Herausforderung. Dadurch, dass Jannis und Marco sich bereits am Anfang des ersten Semesters mit der Struktur und Organisation des Studienalltags beschäftigt haben, wissen sie, dass sie sich schon im Vorfeld gut organisieren müssen. Durch eine gute Planung kann die Prüfungszeit auch unter besonderen Umständen gut gemeistert werden.

Marco: Hey Jannis, Mensch, ich habe schon etwas Angst vor den kommenden Prüfungen. Damit ich sehe, bis wann ich welche Aufgaben erledigen muss, habe ich mir im Vorfeld eine Übersicht über meine Prüfungen für dieses Semester erstellt. Hier habe ich immer schon alle wichtigen Informationen für die jeweilige Prüfung eingetragen.

Jannis: Hallo Marco, bisher bin ich nur etwas aufgeregt. Wir haben uns ja schon im Vorfeld mit einigen Zeitmanagementmethoden beschäftigt und für die Prüfungsplanung können wir davon auch einiges nutzen. Ich habe jetzt begonnen, mit der 1-3-5-Methode zu arbeiten. Außerdem musste ich mich schon mit den Themen für zwei Hausarbeiten auseinandersetzen, damit ich die Inhalte mit den jeweiligen Lehrenden absprechen konnte. Wie sieht es denn bei dir aus?

Marco: Ja, mit Hilfe der 1-3-5-Methode erstelle ich mir für jede Woche einen Lernplan. Eine Hausarbeit muss ich auch bald abgeben. Dann habe ich aber auch zwei Klausuren, ein Projekt und eine mündliche Prüfung. Ich merke aber, dass es mir immer schwerer fällt, mich beim Arbeiten und Lernen zu konzentrieren. Irgendwie ist so langsam die Luft raus, ich freu mich schon auf die Semesterferien, um mal wieder ein bisschen vom Prüfungsstress abschalten zu können.

Jannis: Wenn du dich nicht so gut konzentrieren kannst, probiere doch mal die Pomodoro-Methode aus. Sie wurde in einem Vortrag zum Zeitmanagement beim digitalen Infotag „Einblicke“ der BTU Cottbus-Senftenberg und des Netzwerks Studienorientierung Brandenburg vorgestellt und geht auf den Italiener Francesco Cirillo zurück, der mit einer Art Eieruhr seine Arbeitsabläufe strukturierte. Diese Uhr sah wohl aus wie eine Tomate (auf ital. pomodoro) und darum heißt die Methode jetzt Pomodoro-Technik. Dafür musst du dir im Vorfeld kleine Aufgabenpakete erstellen und deine Stoppuhr oder deinen Timer auf 25 Minuten stellen. Jedes im Vorfeld erstellte Aufgabenpäckchen sollte in 25 Minuten erfüllbar sein. Hast du deine Aufgabeneinheiten geplant, kannst du dich in die Arbeit stürzen. Bei der Pomodoro-Technik arbeitest du nämlich immer 25 Minuten und machst anschließend fünf Minuten Pause.

      Schema Pomodoro-Methode

Das ist dann quasi eine Einheit und diese wiederholst du zwei- bis dreimal. Im Anschluss machst du eine größere Pause von 15 Minuten und wenn du magst, kannst du noch eine Runde so weiterarbeiten.

Ebenso ist es möglich, diese Methode auf die 60-60-30-Methode zu erweitern. Der Ablauf und das Schema sind die gleichen, nur die Zeitblöcke sind länger. Das heißt, hier arbeitest du erst 55 Minuten, machst eine Fünf-Minuten-Pause und dann arbeitest du noch einmal 60 Minuten und pausierst dann 30 Minuten. Ich probiere die Pomodoro-Technik gerade beim Schreiben meiner Hausarbeiten aus. Das wissenschaftliche Arbeiten fällt mir nämlich auch noch schwer. Wie ich gesehen habe, gibt es auch einige Apps, die dich bei dieser Methode unterstützen können. Ich teste gerade die Focus-To-Do-App als Unterstützung. Es gibt aber auch Timer im Internet.

Marco: Ich denke, ich probiere das auch mal, vielleicht klappt es so besser. Mit dem Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit habe ich auch noch Schwierigkeiten. Uns wurde gesagt, dass die Hochschulen meist einen Leitfaden mit dem Aufbau einer Haus-/Seminararbeit, wie z.B.: mit den gewünschten Zitierweisen und der geforderten Formatierung, zur Verfügung stellen. Außerdem habe ich gesehen, dass ich mir im Vorfeld einen Zeitplan aufstellen soll.

Jannis: Ja, da hat mir meine Schwester schon einen Tipp gegeben: Sie meinte, ich soll immer vom Abgabetermin rückwärts rechnen, damit ich sehe, wie viele Wochen ich hätte. Natürlich muss ich auch meine anderen Prüfungen beachten und private Termine berücksichtigen. Jedoch kann ich auf diese Weise die Arbeitspakete kleiner machen. Noch ist es aber wirklich schwer abzuschätzen, wie lange ich für welche Arbeitsschritte benötige. Mein Plan für meine letzte Hausarbeit in diesem Semester sieht wie folgt aus:

Marco: So einen habe ich mir auch erstellt. Ich glaube, wir sind doch ganz gut vorbereitet auf unsere Prüfungen und ich fühle mich jetzt schon viel beruhigter. Ich habe von anderen Studierenden aus höheren Semestern gehört, dass im März und im Sommer oft eine Möglichkeit angeboten wird, gemeinsam mit anderen Studierenden eine Nacht lang an den aufgeschobenen Hausarbeiten zu arbeiten. Hier sind dann auch Schreibberaterinnen und -berater dabei, die noch einmal Fragen zum Zitieren und zum Aufbau einer Hausarbeit beantworten. Vielleicht wird dieses Semester an unseren Hochschulen auch wieder eine Lange Nacht der Hausarbeiten oder des Schreibens angeboten.

Jannis: Das ist eine tolle Idee, da bin ich dann auch dabei!

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